Matriarchat und Frauenmacht: ein Blick darauf

Matriarchat und Frauenmacht
Patriarchat
Männerherrschaft
Versklavung der Frau
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Matriarchat und Frauenmacht gehören zusammen. Die Frage nach der Existenz von Matriarchaten löst häufig Diskussionen aus. Ich sage, sie existierten im Altertum und ein Hinweis darauf sind die noch heute existierenden Matriarchate oder Gesellschaftsformen mit matriarchalen Zügen in der ganzen Welt außer in Europa. Der Begriff Matriarchat wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts als Kunstwort geprägt und besteht aus dem lateinischen “mater” für Mutter und dem griechischen “archein” für herrschen. Dieser Begriff ist irreführend, weil er suggeriert, dass das Matriarchat eine Herrschaft der Frauen ist. Nein, es geht nicht um die Herrschaft. Frauen herrschten nicht, sondern hatten Macht: nur Macht, keine Gesetze im Sinne unserer heutigen Gesetze. Es gab Riten und Rituale, aber keine Gesetze und demzufolge auch keine Staaten, die Herrschaft begründen.

Allein das Machtverhältnis zwischen Männern und Frauen bestimmt die Form des Zusammenlebens in der Sippe. Frauen haben Macht über die Männer, Männer hatten Macht über die Frauen. Die Männer gaben sich den Frauen hin, verehrten sie als Töchter der Mutter Erde, der großen Göttin. Die Mutter ist das Symbol für Geburt und Neuanfang, die Frau schlechthin für zyklische Wiederholungen im Zeitgeschehen. Alles kehrt wieder. Das entspricht der hegelschen Dialektik vom Gesetz der Negation der Negation, die Karl Marx aufgriff, indem er definierte: Die Dialektik ist die Wissenschaft von den allgemeinsten Bewegungs- und Entwicklungsgesetzen der Natur, der Gesellschaft und des Denkens. Also auch historisch in der Geschichte.

Mutterrecht

Das wichtigste Buch über Matriarchate war im 19. Jahrhundert “Mutterrecht” von Johann Jakob Bachofen. Der schweizer Rechtshistoriker wurde in die Zeit der Romantik hineingeboren. Er galt nicht als Romantiker, beschäftigte sich jedoch mit femininen Entwicklungsformen, die besonders in der Frühromantik in der Weltanschauung vieler Romantiker eine große Rolle spielten. Bachofen war kein Verfechter der Matriarchate. Viele Aussagen Bachofens zur Entwicklung der Menschheit sind zu hinterfragen. Besonders, dass er von der Frauenherrschaft spricht.

Er erkannte nicht die Bedeutung der Machtstrukturen, die allein ausreichten, dass Frauenreiche entstanden, die keine Staaten waren. Bachofen leitete den Staat von der Religion und dem Kult ab und setzte ihn in Bezug zur Familie und dem Verhältnis der Geschlechter zueinander. Er war kritiklos gegenüber den unterschiedlichsten historischen Quellen. Ihnen schrieb er Weisheit zu. Bachofen leitete die bestehenden Verhältnisse aus dem Geschlecht her, aus den Tatsachen des Zeugens und Geborenwerdens. Er betrieb ein intensives historisches Quellenstudium zu den Matriarchaten und führt diese Quellen alle in seinem Buch auf.

Völlig anders verwertete der Sozialist Friedrich Engels Bachofens Quellen. Für Engels war es eine Form von Urkommunismus, der einem Mutterrecht folgte, was in einer Niederlage des weiblichen Geschlechts auf dem Weg des Fortschritts mündete. Diese erklärte der Sozialist mit der zunehmenden gesellschaftlichen Arbeitsteilung, einer Zunahme der Arbeitsproduktivität, was zur Erzeugung eines gesellschaftlichen Mehrprodukts führte, das als Privatbesitz angehäuft wurde. Das stärkte die Macht der Männer gegenüber den Frauen. Die Männer wollten diesen Privatbesitz ausschließlich an ihre Nachkommen vererben. Deshalb war die Feststellung der biologischen Vaterschaft für die Männer wichtig geworden. Die Frauen mussten überwacht und ihre Sexualität eingeschränkt werden.

Friedrich Engels kritisiert die Folgen für die Frauen: “Der Umsturz des Mutterrechts war die weltgeschichtliche Niederlage des weiblichen Geschlechts. Der Mann ergriff das Steuer auch im Hause, die Frau wurde entwürdigt, geknechtet, Sklavin seiner Lust und bloßes Werkzeug der Kinderzeugung. Diese erniedrigte Stellung der Frau, wie sie namentlich bei den Griechen der heroischen und noch mehr der klassischen Zeit offen hervortritt, ist allmählich beschönigt und verheuchelt, auch stellenweise in mildere Form gekleidet worden; beseitigt ist sie keineswegs.” Das gilt bis heute.

Engels Auffassung fand dann Eingang in die marxistische materialistische Gesellschaftstheorie von Marx und Engels.

Allerdings ist dort bei Engels ein Bruch in der Geschichte. Wie kam es dazu, dass die Frauen ihre Macht verloren? Es könnten ja auch die Frauen sein, die das Mehrprodukt als ihren Privatbesitz anhäuften. Möglicherweise bezahlten sie dann Männer damit für irgendwelche Dienstleistungen. So wanderte der Besitz in Männerhände mit den Folgen für die Frauen, die Friedrich Engels beschrieb. Allerdings ist es nach wie vor so, dass die Frau zu Hause das Sagen hat. Sie wurde zwar eingesperrt, doch das Haus mit der Hausmacht gehört weiterhin ihr. So ganz erklärbar ist also der unmittelbare Übergang zum Patriarchat bisher nicht. Matriarchat und Frauenmacht gehören jedenfalls zusammen. Auch Männer hatten Macht im Matriarchat und sie verloren diese Macht an die Herrschaft, die Männerherrschaft.

Matriarchat und Frauenmacht

Immer wieder wurde von Frauenherrschaft gesprochen. Auch Wikipedia weist darauf hin, dass viele Matriarchatsforscher eine Herrschaftsbeteiligung und/ oder gesellschaftliche Herrschaft der Frauen betonen. Doch die Matriarchate leiten sich nicht von Herrschaft ab, sondern von Macht. Es ist auch heute noch so: Ich kann Macht haben, herrsche aber nicht. Das Patriarchat dagegen folgt dem Leitsatz: Wer mächtig ist, will auch herrschen. So der männliche Gegensatz zum weiblichen Ausdruck von Macht. Leider geben sich auch die modernen Feministinnen der patriarchalen Auffassung hin, dass Frauen im Matriarchat herrschten. Hier liegt wahrscheinlich die Ursache dafür, dass Feministinnen nach Herrschaft streben, nach einem Anteil an der Herrschaft des Mannes, wofür beispielsweise die Quotenregelungen stehen. Das ist eine Verirrung des modernen Feminismus. Matriarchat und Frauenmacht gehören zusammen, nicht Matriarchat und Frauenherrschaft.

Was das Matriarchat betrifft, beziehe ich mich auf die Aussagen der Feministin Cäcilia Rentmeister. Sie beschreibt das Matriarchat so, dass es unterschiedliche verschiedene Ausprägungen gab und gibt. Dabei macht sie sehr deutlich, dass es nicht um Frauen- oder Mutterherrschaft geht, sondern darum, dass Frauen in der Gesellschaft eine besonders herausgehobene Stellung innehatten und haben. So beschreibt sie ein Grundmuster für das Matriarchat folgenden Inhalts:

  • Matrilinearität: Familienname, Haus, Land und bewegliche Güter werden in weiblicher Linie vererbt, – mit der Folge konfliktarmer Scheidungen und Scheidungsfolgen, und dass es keine „illegitimen“ Nachkommen gibt
  • Matrilokalität: Nachkommen wohnen „am Ort der Muttersippe“, auf dem Land, in den Häusern der Muttersippe
  • Avunkulat: herausgehobener Status des in weiblicher Linie verwandten Bruders der Mutter, Frauen in wichtigen kultischen und symbolisch-religiösen Rollen: Ahnenverehrung, Zurückführen der Gruppe, des Volkes, der Ethnie auf eine weibliche Urahnin oder Schöpferin, animistische Vorstellungen und Praktiken
  • Besuchsehe, bei der Männer und Frauen in Häusern ihrer jeweiligen Matrilineage wohnen bleiben und sich nur „besuchen“
  • Männer als repräsentative „Stimme“, die geschlechterdemokratisch gefasste Beschlüsse in der Öffentlichkeit verkünden – eine Rolle, die zur Überschätzung der realen Machtposition von Männern führte, wie beispielsweise bei den oftmals matrilinearen Indianern Nordamerikas.
  • Besitz in Händen von Frauen(sippen) fördert gesamtgesellschaftlichen Wohlstand und trägt signifikant zur Gewaltvermeidung bei
  • Wahrnehmung der „Reproduktiven Rechte” durch Frauen, insbesondere Geburtenkontrolle, mit der Folge geringeren Bevölkerungswachstums als bei umgebenden patriarchalen Ethnien.

Das Ende von Matriarchat und Frauenmacht im Mittelmeerraum

In einigen literarischen Quellen findet man den Hinweis, dass es keinen Nachweis für matriarchale Staaten im Altertum gäbe. Das wäre auch verwunderlich, weil die Frauen ihre Stellung nicht in einem Staatsgebilde ausübten und ausüben, sondern als Clan oder Sippe. Die ersten Staaten, die wir so nennen, sind die Stadtstaaten des alten Griechenlands, basierend auf der Anhäufung von Privateigentum. Sie entstanden als Herrschaftsform des Patriarchats. Als die Männer anfingen, gegen die Matriarchate zu kämpfen, hatten sie es insbesondere im Schwarzmeer- und Mittelmeerraum mit Amazonenheeren zu tun. Die Amazonen, die Töchter, verteidigten die Müttersippen, waren am Ende allerdings unterlegen. Dazu führte auch die Waffenunterlegenheit.

Gerade im Mittelmeerraum kam es zu einer Verdichtung der Völkerschaften ungefähr um 300 v.u.Z., der Eisenzeit. Patriarchale Hirtenkrieger zogen nach Nordostafrika und vertrieben die dort ansässigen matriarchalen Hirtenvölker und beraubten die afrikanischen Bäuerinnen ihrer Nahrungsgrundlage. Allerdings haben sich bis heute in Nord- und Nordostafrika matriarchale Strukturen erhalten und das nicht nur bei Ackerbauern, sondern auch bei Hirtenvölkern wie den Tuareg. Heute finden wir matriarchale Strukturen bei rund 20% der 1300 erfassten Ethnien (Wikipedia) außer in Europa in der ganzen Welt, aber besonders in Afrika. Matriarchat und Frauenmacht kann also auch in unserer Zeit noch angesehen und studiert werden.

Matriarchat und Frauenmacht heute

Die Frauen erarbeiten in den noch bestehenden Matriarchaten die ökonomischen Grundlagen für ihren jeweiligen Stamm überwiegend im Ackerbau. Allerdings gibt es auch matriarchale Hirtenvölker wie die Tuareg in der Sahara. Den Männern wurden die Jagd und das Fischen zugewiesen wie die Verteidigung des Stammes. Die Frauen galten und gelten als die Erfinderinnen der Kultivierung von Pflanzen und waren und sind die Ernährerinnen der Sippe.

Vollkommen fremd war und ist ihnen die Anhäufung materiellen Reichtums und die daraus resultierende Herrschaft über andere Menschen. Alle Werkzeuge zur Kultivierung von Pflanzen waren und sind in den Händen der Frauen. Ebenso die gesamte Hauswirtschaft einschließlich Möbeln. Auch wenn der Mann heute ein Haus bezahlt, gehört es in den matriarchalen afrikanischen Gesellschaften der Frau. Das ist im patriarchalen Rechtssystem des jeweiligen Staates nicht durchsetzbar, aber der Stamm lebt danach. Da Frauen nur Krieg führen, wenn ihr Leben und das Leben ihrer Kinder existenziell in Gefahr ist, zumeist durch eine Hungersnot, führte und führt die Konzentration der Werkzeuge in Frauenhänden zu überwiegend friedlichen Umgangsformen. Im Patriarchat wird materieller Reichtum angehäuft, der erwirtschaftete Mehrwert privat gehortet und daraus Herrschaft abgeleitet. Die Männer führen dann Kriege um noch mehr Reichtum, noch mehr Herrschaft, begründet auf der Akkumulation von Geld und Produktionsmitteln.

Religiös wird in den heute noch existierenden matriarchalen Sippen Afrikas eine Ahnfrau verehrt und weitere Ahninnen und Ahnen. Die Menschen glauben an die Wiedergeburt und Kinder verfügen über die Seelen der Ahnen. Insbesondere am heiligen Herdfeuer werden die Ahnen verehrt. Die Weitergabe der Traditionen und der Clangeschichte erfolgt mündlich durch Erzählungen insbesondere der ältesten Frauen an die jüngeren.

Die Initiation der Mädchen ist ein ganz besonderes Fest. Hier geben die weisen Frauen ihr geheimes Wissen über das gegenseitige Angewiesensein der Generationen, die daraus resultierende individuelle und kollektive Verantwortung im Denken und Handeln weiter wie auch das Geheimnis der Geburtenkontrolle. Das ist wichtig, weil matriarchale Gesellschaften darauf achten, dass nur so viele Kinder geboren werden, wie der Stamm auch ernähren kann. So gibt es in schlechten Zeiten weniger Kinder. Matriarchat und Frauenmacht kennt aber auch keine hungernden Kinder es sei denn, der ganze Stamm muss hungern wegen einer extremen Dürre z.B. Hungernde Kinder sind ein Zeichen des Patriarchats.

Das zentrale religiöse Symbol in matriarchalen Sippen ist der Mutterleib, gefolgt vom Haus als geheiligtem Ort. Jede Frau ist eine Tochter der Mutter Erde, die als Muttergöttin gilt und deren lebenschaffenden Kräfte verehrt werden. In patriarchalen Gesellschaften gibt es Männerbünde, in der modernen Welt Männerclubs, die als Kriegerbünde die Ausweitung von Männermacht in der eigenen Gesellschaft verfolgen. In den Matriarchaten sind Frauen- wie Männerbünde religiöse Kultgemeinschaften.

Die Versklavung der Frau

Es ist immer noch ein Geheimnis, warum im Altertum die Frauen ihre Macht über die Männer verloren. Die Erklärungen von Friedrich Engels beziehen sich ausschließlich auf ökonomische Gründe. In den Matriarchaten hatte der biologische Vater keine Bedeutung, und es gab auch kein Bewusstsein bei den Männern für die Vaterschaft. Die Anhäufung von Mehrwert weckte möglicherweise die Gier in den Männern, die den Frauen schon immer körperlich überlegen waren, und die bedingungslose Verehrung der Frau, die Hingabe des Mannes an die Frau, schwanden mit der Zeit. Sie ersetzten es wohl durch eine Hingabe an den Besitz.

So wurde der Privatbesitz bedeutsam und die Männer zerstörten die Matriarchate. Dabei schwächten sich auch die Männer, die im Patriarchat ängstlich sind, denn sie könnten ja etwas verlieren. Die Sozialisten sind bis heute der Meinung, das es erst eine Änderung für die Frauen und damit auch für die Männer im Kommunismus geben wird. Also Negation der Negation auch hier: Matriarchat und Frauenmacht – Patriarchat – neue Frauenmacht. Frauen und Männer werden wieder stark werden.

Einige Sozialisten vertraten die Auffassung, dass im Sozialismus die Gleichberechtigung der Frau erreicht wird. Meine Kritik am Begriff Gleichberechtigung finden sie im Artikel “Der moderne Feminismus”. Deshalb gehe ich hier nicht weiter darauf ein. Unabhängig von diesem schlecht gewählten Begriff hat der real existierende Sozialismus die wirkliche Befreiung der Frauen aus ihren Sklavenverhältnissen nicht erreicht. Der Sozialismus gewährte den Frauen viele Rechte, die entsprechend Friedrich Engels die erniedrigte Stellung der Frau in mildere Formen kleidete, sie aber nicht beseitigte. Rechte wurden gewährt, weil man die Frauen als Arbeitskräfte benötigte. Das galt im Sozialismus und gilt auch im heutigen Kapitalismus.

Fazit

Wir sollten uns die noch bestehenden Matriarchate oder teilmatriarchalen Strukturen bei den unterschiedlichen Stämmen und Sippen genauer ansehen. Wir können hier sicher vieles erkennen, was uns in eine feministischere Zukunft führen kann. Macht durch Ausstrahlung ist sicher ein prägender Faktor, die Hingabe des Mannes an die Frau ein weiterer. Der Mann im Matriarchat ist bereit, für die Frau zu sterben. Er hat keine Angst vor dem Tod. Die Männer im Patriarchat sind anders. Sie haben Angst vorm Tod. Die Frage, wie wir diese Angst überwinden können bei gleichzeitig existierender Lebenslust, ist eminent für unsere Zukunft. Macht durch Ausstrahlung erreichen wir auch durch die eigene Selbstverwirklichung, ebenfalls zukunftswichtig.

Momentan ist die Frau in der westlichen Welt dabei, ihre noch bestehenden Machtbereiche aufzugeben. Die beiden Frauenmachtsbereiche sind die Kinder und das Haus, der Herd. Immer mehr übergeben die Frauen diese Bereiche den Männern. Dazu gehört die Elternzeit für den Vater und die Tatsache, dass immer mehr Frauen Vollzeit arbeiten. Ich selbst habe zu DDR- Zeiten ebenfalls Vollzeit gearbeitet, gab aber meine Machtbereiche nicht auf. Das ist heute anders, weil auch der Arbeitsdruck ein anderer ist.

Frauen trifft das besonders, weil sie in die patriarchalen Strukturen am Arbeitsplatz eingebunden sind, die von ihnen unbemerkt zusätzliche Kraft erfordern. Es ist ein Paradoxon: Der moderne Feminismus kämpft darum, dass Frauen ihre noch vorhandenen Machtbereiche aufgeben. Das geschieht unter der Überschrift der Gleichberechtigung und verbirgt, dass damit die patriarchalen Strukturen auch in diese beiden letzten Machtbereiche eindringen können und die Männer das Sagen übernehmen. Es gilt, Kinder, Herd und Arbeit weiblich zu verbinden. Doch die meisten Frauen kapitulieren heute und sind so endgültig machtlos. Deshalb mein Appell an Frauen wie Männer: Realisiert die eigene Selbstverwirklichung! Das schafft neue Macht und wird unsere Gesellschaft nachhaltiger verändern, als alle patriarchalen Gesetze dieser Welt.

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